Winterangeln

Viele Angler wintern ihr Angelequipment sobald die Temperaturen fallen ein, Daniel Moser und sein Angelpartner hingegen sehen diese Zeit als besondere Herausforderung und trotzen der kalten Jahreszeit um den einen oder anderen Karpfen noch zu überlisten. In diesem Bericht erzählen sie euch wie sie vorgehen und was ihre Tipps und Tricks sind. Daniel Moser und seinen Kollegen zog es für einige Tage an eine 8 ha große Schottergrube, auf der im restlichen Jahr ein hoher Angeldruck herrscht. Der See ist im Sommer schon eine Herausforderung, denn zahlreiche Krautfelder, Muschelbänke und viele unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten machen es den Anglern nicht leicht. Am Wasser angekommen erwies sich das Aufbauen des Camps als nicht sehr einfach, der Boden war gefroren und es zog ein kalter Wind über den See. Somit stellten die zwei so schnell wie möglich ihr Zelt auf und wärmten sich in diesem mit Heizung und einem warmen Tee auf bevor es ans Spot suchen ging.

Nach einer Aufwärmzeit machten die zwei sich auf und suchten ihre Angelspots mit Hilfe der Markertechnik. Sie entschieden sich dafür 2 Ruten an einer Kante in einer Tiefe von 3 Meter abzulegen, die zwei anderen Ruten wurden auf harten und krautfreien Grund abgelegt in einer Tiefe von 5 Metern. Als Köder wurden die Black Tuna Boilies der Firma Aquatic Baits verwendet, diese Kugeln erwiesen sich schon das ganze Jahr über fängig. Gefüttert wurde ebenfalls mit einer Hand voll Kugeln über jeden Spot, welche noch zusätzlich mit Aminol, ebenfalls aus dem Hause Aquatic Baits geboostet wurden. Nach dem Ablegen der Montagen ging es so schnell wie möglich wieder zurück ins warme Zelt. Da die Tage mittlerweile schon sehr kurz sind, wurde es auch rasch dunkel. Doch mit viel Schlaf war nicht zu rechnen, die zwei mussten alle paar Stunden die Ruten kontrollieren da sie fest zu frieren drohten, auf Grund von sehr hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen bis -10 Grad. In der Früh war es dann endlich soweit der erste Biss stellte sich ein, welchen sie fast verpassten da sie diesen nur an der Aktion der Rutenspitze erkannten, denn der Bissanzeiger fror fest und gab keinen Ton von sich. Nach ein paar heiklen Fluchtversuchen konnten sie den Schuppenträger sicher über den Kescherrand ziehen. Der Fisch wurde so schnell wie möglich versorgt, die Waage blieb bei 15 kg stehen. Bei diesen tiefen Außentemperaturen ist es sehr wichtig den Fisch so schnell wie möglich zurückzusetzen, da seine Schleimhäute durch die Minustemperaturen verletzt werden können.

 

Nach diesem aufregenden Morgen gönnten sich die zwei ein stärkendes Frühstück und wärmten sich wieder mit Tee auf, ein kleiner Schuss Rum durfte natürlich nicht fehlen.Die nächsten zwei Tage verliefen leider ohne Biss und so vertrieben die zwei sich die Zeit mit Kochen, Karten spielen und Tackle-Tratsch. Daniel vermutete das die niedrige Luftfeuchtigkeit Schuld war an dem Ausbleiben der Bisse, denn am nächsten Tag stieg die Luftfeuchtigkeit wieder und der erste Biss ließ nicht lange auf sich warten. Sie konnten einen schönen 10kg schweren Karpfen zum Landgang überreden. Die letzte Nacht stellte sich somit ein und die Temperaturen knallten wieder auf -12 Grad hinunter, auch die Luftfeuchtigkeit stieg enorm an. Somit mussten die zwei wieder mehrmals aufstehen und ihre Ruten kontrollieren. Gerade als Daniel seine Ruten am Morgen kontrolliert hatte und er es sich wieder in seinem Schlafsack gemütlich gemacht hatte, schrie der Bissanzeiger auf. Nach 10-minütigem Drill konnte Daniel wieder einen schönen Schuppi sicher landen. Beim wiegen des Fisches trauten die zwei ihren Augen kaum. Ü 20 und das bei Schnee und widrigsten Bedingungen. Zurückblickend können die zwei also sagen die Black Tuna Kugeln der Firma Aquatic Baits funktionieren auch im Winter ausgezeichnet und vielleicht spielt im Winter wirklich die Luftfeuchtigkeit eine Rolle.  Daniels Appel an alle die ihr Angelequipment eingewintert haben, packt es aus und geht Angeln, wenn man hartnäckig bleibt zahlt es sich aus.