Warum nicht mit Stick Mix?

 

Stick Mix Mischungen sind prinzipiell nichts anderes als Zusammensetzungen aus verschiedensten Zutaten wie Partikeln, Mehlen, Liquids usw. Diese Bestandteile beeinflussen das Futter in seiner Bindung, Farbe und dem Geschmack. Während im Feeder und Matchbereich der Futterkrieg ausgebrochen ist. Hier zählt wer nicht das beste Wettkampffutter hat gewinnt nicht und so wird hier viel getüftelt und philosophiert. Der Stick Mix beim Karpfenangeln setzte sich mehr und mehr durch, doch auch mit Schattenseiten. Aber woran liegt das genau? Es ist doch viel einfacher am Angelplatz ein paar Kilo Boilies zu füttern als sich Gedanken zu einem Stick Mix zu machen. Viele Karpfenangler scheuen das heute noch, weil sie denken das sowas nur Kleinfische bzw. Weißfische anlockt. Stimmt ja auch, so ein Grundfutter lockt viele Fischarten in kurzer Zeit an was wir ja auch wollen.  Wir möchten ja die Karpfen so rasch wie möglich an unseren Futterplatz locken um sie zum Fressen zu bringen und bei Gelegenheit noch unseren Hakenköder mit einzusaugen. Stick Mixe, wenn man sie zu Futterballen formt lösen sich langsam auf, zerbrechen und geben feinste Partikel in das Wasser ab. Dies wird so schnell von nichts anderem überboten. Wenn wir nun die Carps am Platz haben und sie am Grund wühlen verteilen sich die aromatischen Komponenten im Wasser und die Fische fallen in einen Fressrausch. Ab und zu verwende ich solche Mixe nur zur Aktivierung des Spots über ein oder zwei Tage, je nachdem wie die Karpfen gerade in Laune sind. Ich achte beim Grundfutter auch immer darauf das es an Pellets und Partikel nicht fehlt, denn dies ist ein wichtiger Bestandteil, sowie auch das passende Liquid dazu. In vielen Gewässer sind sicher nicht die Karpfen die ersten am Spot. Rotaugen, Brassen, Rotfeder und Co. werden sich als erstes einfinden. Doch der Futterneid ist auch bei Karpfen gut ausgeprägt und meistens dauert es nicht lange bis wir auch diese Fische am Platz haben, weshalb wir uns ans Wasser begeben. Wenn wir auf nahe Distanzen angeln, merken wir oft den einen oder anderen Piepser an unseren Bissanzeiger und wir wissen das nun Fressen angesagt ist am Futterplatz. Aber was ist nun mit den lästigen Weißfischen? Muss man jetzt alle 30min Füttern? Dies ist je nach Gewässer abhängig wie hoch der Weißfischbestand ist. Klar kann es ab und zu vorkommen das sich eine Brasse oder Rotauge hakt, aber im Großen und Ganzen verschwinden diese Fische, wenn die Bäuche voll sind. Natürlich benötigt man größere Mengen an Futter damit die Carps auch noch ihren Teil abbekommen.

 

Wichtige Faktoren beim Stick Mix sind noch die Konsistenz, Farbe und Aroma. Hier steht dem Angler eine große Auswahl zur Verfügung. Füttert man vom Boot oder mit Futterrakete ist man von der Konsistenz relativ unabhängig. Ich füge hierbei zuerst Partikel und zerbrochene Boilies in den Behälter, bevor ich den Mix dazu gebe, denn in diesem Fall dient es nicht als Binder, sondern nur als zusätzlicher Attraktor. Es liegt im eigenen Ermessen wie viel Partikel oder Boilies man hinzufügt. Es gibt ja viele Methoden um den Stick Mix an den Futterplatz zu bringen. Egal ob mit Rakete, Boot, Futterboot, Futterballen oder PVA Säcke. Dies ist wieder Gewässerabhängig und auch hier kann man den Gedanken freien Lauf lassen um sich für sich selbst den besten Grundmix zusammen zu stellen. Ich kann euch meine Erfahrungen weitergeben mit den Produkten aus dem Hause www.boiliemaschine.at. Hier verwende ich den Robin Red Method Mix. Dieser Mix löst sich schnell auf und gibt grobe Partikel ab, die eine gute Wolke bilden. Er besteht aus Maismehl, Robin Red, Fischmehl und eine von Aquaticbaits zusammengestellte spezielle Mischung. Dazu verkleinere ich mit einem Crusha noch Boilies von fein bis hin zu halben Kugeln und füge Carppellets hinzu, welche sich im Wasser langsam auflösen und ihre Duftstoffe haben einen langanhaltenden Effekt. Da die Pellets eine begrenzte Wasserstabilität haben, sättigen sie die Fische nur sehr langsam. Ich verwende dabei gern helle Pellets, da sie sich auf dunklem Boden gut abheben. Außerdem haben sie einen guten Öl Gehalt was eine zusätzliche Lockwirkung gibt. Zu diesen Komponenten füge ich ein Robin Red Liquid hinzu lasse es ca. 30min bis eine Stunde einwirken bevor ich es an den Futterplatz bringe. Über die Lockwirkung von Robin Red weiß sicher jeder bescheid. Es ist einer der bekanntesten Zutaten von allen. Der süß, würzige Geschmack, das einzigartige Aroma und die tiefrote Farbe machen es zu dem was es ist. Das Robin Red Liquid ist PVA tauglich. Somit steht dem befüllen eines PVA Beutels nichts mehr im Wege. Wendet diese Mischung an und ihr werdet schnell zum Erfolg kommen.

 

Günter Moser