Laichzeit oder Fresszeit

Für viele Angler, bietet sich oft nur das Wochenende an um ans Wasser zu kommen. Die Gelegenheit vom Alltag wie lauten Maschinen, Büro oder Fabriken zu entfliehen, doch einen Nachteil hat das Angeln am Wochenende leider schon. Die Gewässer sind teils voll mit Bivvys. Das ist mein Platz, nein das ist meiner usw. bekommt man dann zu hören, doch wollen wir das Wirklich? Sich mit anderen Angler zu streiten auf Hausgewässern oder anderen. Nutzt man die für sein Hobby geringe Freizeit klug aus dann führt das oft zum gewünschten Erfolg und lässt die negativen Gedanken hinter sich. Kurz zu dem Gewässer welches ich beangle. Es liegt in Österreich, es ist ca. 10ha groß und hat eher einen geringen aber großen Großfischbestand. Es biete 5 Plätze welche Ausreichend gut angelegt sind um sie mit dem Auto zu erreichen. Platz genug für Bivvy und wie ich in meinem Fall benutze ein Versorgungszelt. Boot darf zum anfüttern verwendet werden. Montagen dürfen aber nicht mit dem Boot abgelegt werden. Es gibt hier duschen, Kühlschrank und WC. Also ein riesen Vorteil. Wir schreiben heute Mittwoch 16.30 Uhr als ich auf einem Gewässer ankam wo ich schon Wochen vorher einen Platz reservierte. Es ist Mai, welche Gedanken begleiten uns zu dieser Jahreszeit oder auch schon bei der Buchung? Meine Gedanken gehören hier 100% der Laichzeit und dem Verhalten der Fische. Fressen sie? Wieviel Fressen sie? Wo ziehen die Fische zum Laichen hin und wo Fressen sie? Nun gut, es wird sich sicher alles aufklären, leider zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner schönsten Seite. Gerade als ich das Zelt aufbauen wollte zog ein Sturm und Gewitter über uns hinweg und so schaut ich, dass alles so schnell wie möglich sturmsicher war. Dann ging es mal schnell zurück ins Auto bis das gröbste vorbei war. Das Wasser lag nach dem Gewitter glatt wie Papier vor mir und der Dunst stieg auf. Eigentlich die perfekte Zeit um das Fressen anzukurbeln. Als alles soweit vorbereitet war begann ich meine davor überlegte Futterstrategie anzuwenden. Auf diesem Gewässer ist das Fahren mit Boot erlaubt und das Setzen von Stabbojen. Ich erkundete mal mit meiner Lotrute die Tiefen und merkte rasch das ich hier eigentlich keine tieferen Stellen als ca. 1 bis 1.2 Meter fand. Da war für mich klar, kein Boot, Wathose rauf und alles per Hand abzulegen. In diesem Gewässer befindet sich ein großer Schilfgürtel auf beide Seiten meines Platzes und ich entschloss hier nur gut zu füttern und zwar entschied ich mich an der ersten Rute für Köder von Aquaticbaits. Aufgeködert wurde die neue Sweet Gold HNV Kugel in 20mm. Meine Montage war eine normale Safety mit 85gramm. Als Futter verwendete ich einen Robin Red Method-Mix und fügte mit dem Krusha Boiliestücke hinzu. Dazu noch Carppellets, dass ganze vermischte ich mit einem Squid Red Lquid, damit sich eine gute Wolke bildete und somit die Fische zum Fressen motivierte. Dazu eine Hand voll Boilies und so brachte ich per Wathose das Futter zu meinem vorgesehenen Platz und wühlte mit meinen Füßen hier noch den Gewässeruntergrund auf. Das Ablegen der Montagen mit dem Boot ist hier nicht erlaubt. So musste ich meinen Köder präzise mit dem Werfen platzieren. Meine zweite Rute bestückte ich mit einem 16mm Squid Red HNV, ebenfalls aus dem Hause Aquatic Baits und wurde auf dem Spot der ungefähr 100 Meter entfernt war abgelegt. Auch dieser wurde mit dem Mix angefüttert.  Nun warf ich die dritte Rute aus, welche ich ebenfalls mit Sweet Gold HNV auf einen Platz platzierte. Hier kamen aber im Gegenteil 1kg Boilies schön großflächig verstreut zum Einsatz, diese wurden mit dem Boilierohr geschossen. Nun hieß es warten. Es war bereits nach 20 Uhr geworden. Kein Wind und das Wasser war glatt. Das einzige was zu hören war, waren die Frösche und das nicht gerade sehr leise was viele beim Schlafen als Störfaktor empfinden. Die Nacht verlief ruhig. Kein Piepser, kein Kontakt und keine rollenden Fische zu hören. Am nächsten Tag wurde es sehr warm und es zog am frühen Abend wieder ein Gewitter auf und was ab jetzt abging ist mit Worten kaum zu beschreiben. Es kam der erste Run auf dem 100 Meter Platz und der Karpfen fühlte sich gut an. Nach einigen Minuten starkem Drill war ein guter Schuppi im Kescher und noch beim Versorgen lief auch schon die 2te Rute ab. Gut das meine Frau noch mit bei der Session war und somit kümmerte sie sich um den ersten Fisch während ich noch in der Wathose bei strömenden Regen und Gewitter im Wasser stand um den zweiten Fisch sicher auf meine Matte zu bringen. Wie gefährlich das ist beim Gewitter mit der Rute im Wasser zu stehen muss ich nicht erwähnen, doch was tut man nicht alles um die Tiere zu überlisten. Es war ein leichtes Krippeln im Bauch zu spüren. Ich kescherte den Karpfen und wieder war es ein schöner Schuppi, welchen mir die Boilies von Aquaticbaits brachten. Nun aber schnell raus aufs Land um die Fische zu versorgen. Schnell das eine oder andere Foto und dann wurden die zwei Karpfen wieder in ihr Element entlassen. Die Fische waren voll mit Laich und es war nur noch eine Frage der Zeit bei 18 Grad Wassertemperatur bis die Fische laichen. Als ich die beiden Ruten wieder frisch abgelegt hatte, realisierte ich erst was da gerade abging. Zwei schöne Schuppis inhalierten sich meine Köder in die ich nicht umsonst mein vollstes Vertrauen stecke. Bevor ich mich an die Arbeit machte Abendessen zu machen kamen noch zu jeder Rute ca. 1kg Boilies dazu mit dem Wurfrohr. Als mein Kocher gerade dabei war Wasser zu erhitzen, wie soll es auch anders sein lief wieder die Rute auf 100m ab. Zum Glück war das Gewitter und der Regen bereits weg. Nach einem kurzen Drill landete ich den Karpfen sicher in meinem Kescher und lies ihn noch vom Kescher aus in sein Reich zurück. Jetzt legte ich aber die Rute bis nach dem Abendessen am Rod Pod ab und erst danach platzierte ich sie wieder am Futterplatz. Gegen 3 Uhr morgen kam ein Run und ich konnte diesen Fisch bis zum Schilfgürtel herbeiholen. Hier musste ich dann dem Fisch etwas mehr Widerstand leisten und plups auf einmal sprang mir die Montage entgegen. In diesem Moment dachte ich, Mist, geschlitzt, doch dann sah ich das einfach der Haken in Gr.6 aufgebogen war obwohl dieser erst einen Fisch gefangen hatte. Man war ich sauer, das gibt’s doch nicht. Kein Verlass mehr bei teuren Haken auf Qualität. Bis jetzt dachte ich immer nur: Jaja das kann nicht sein das sich ein Haken so aufbiegt!! Jetzt hats auch mich erwischt. Materialfehler?!? Oder was auch immer. Dadurch habe ich einen Fisch verloren!! Mit viel Wut im Bauch machte ich mir ein neues Rig. Beim Binden spielten meine Gedanken einen Lauf zwischen „Soll ich so einen Haken nochmal binden oder doch lieber einen anderen“. Nein sicher nicht mehr. Das Pack mit den Haken war neu und ich entschloss mich dieses zu entfernen und nahm einen anderen Haken. Wer weiß, vielleicht waren alle Haken mit so einem Produktionsfehler versehen, denn Sicher ist sicher. Montage neu ausgeworfen, wieder Boilies nachgeschossen und so ließ ich den Tag Revue passieren bis ich eingeschlafen war. Die restliche Nacht verlief wieder sehr ruhig, ab und zu hörte man einen rollenden Karpfen im Freiwasser. Einen Raubfisch der durch die Fischschwärme knallte oder das Schnarchen meines Hundes. Noch im Tiefschlaf, ca. 5.30 Uhr morgens hatte ich einen Vollrun und ich startete von meiner Liege zur Rute um Kontakt aufzunehmen. Der Fisch nahm viele Meter Schnur und war sehr schwer zu drillen, da er immer wieder versuchte in den Schilfgürtel zu kommen. Zu hart wollte ich dann den Fisch auch nicht nehmen damit ich ihn nicht schlitze und noch dazu war der Gedanke von gestern in meinem Kopf als sich der Haken aufgebogen hatte, doch ich wollte den Fisch sicher landen. Nach ca. 15min war er dann erschöpft und lag auf meiner Matte und ich war überglücklich, dass ich diese Schönheit in meinen Händen halten durfte. Nun war auch der Gedanke vom Haken aufbiegen wieder etwas nebensächlich geworden, obwohl er mich noch länger begleiten wird. Natürlich legte ich die Rute sofort wieder ab und als ich gerade meinen Swinger einhängen wollte lief die Rute schon wieder ab. Mann ist das Krass, jetzt sind die Fische wohl am Platz und fressen sich meine Sweet Gold HNV rein. Schon beim letzten Fisch sah ich, dass sie bereits meine Kugeln gut verdauten und den Rest ausschieden. Gute Qualität bei den Boilies ist der Schlüssel zum Erfolg. Nicht umsonst nehmen die Fische diese Boilies so schnell an und verdauen sie ohne Schwierigkeiten, denn das wichtigste, dass sie diesen Köder wieder fressen werden. Dies verdank ich zum Großteil dem hohen Proteinanteil den die Kugeln von Aquatic Baits aufweisen, hier können sich viele Firmen eine Scheibe abschneiden. Den es bringt dem Fisch nichts, wenn er die gefressene Kugel innerhalb von einer halben Stunde wieder ausscheidet. Wir gehen auch nicht ein zweites Mal zum Chinesen, wenn wir eine halbe Stunde danach am Klo sitzen.  Dieses Mal war es ein Spiegler welcher mir einen guten Drill lieferte. Leider war auch schon der Abreisetag gekommen und nach einem Kaffee und Kuchen wartete ich noch bis alles trocken war und während dieser Zeit konnte ich noch 2 Schuppis auf meinem Habenkonto verbuchen. Nach dieser Session weiß ich wieder, wie viele Angler auf so einen Moment warten um so einen Lauf zu haben. Ich kann euch nur sagen, bleibt dran, schenkt dem richtigen Köder euer Vertrauen und ihr werdet sehen, dass es auch bei euch so laufen kann. Holt euch auf www.boiliemaschine.at die Produkte und überzeugt euch selbst von der Qualität und Hochwertigkeit dieser Produkte. Gewässerbedingt hatten wir von fischigen, würzigen und süßen Sorten Boilies zur Auswahl. Mein Favorit ist die Squid Red HNV und die Sweet Gold HNV. Ich wünsch euch den gleichen Erfolg am Wasser und nutzt die Zeit um Erfolgreich zu sein.

Bis dahin wünsche ich allen am Wasser ein Petri Heil

Moser Günter