Zufall oder ist doch was dran ?

Die Luft hat angenehme Temperaturen und die Sonne steht hoch. Am Tag hört man jetzt im Juni das Quaken der Frösche was sich bis zum Abend hin zu einem richtigen Konzert verwandelt. Ich atme tief durch und nehme einen Schluck von meinem gekühlten Mineral. Die Laichzeit sollte bereits abgeschlossen sein, doch dieses Jahr ist es anders. Nachts hört man die Fische bei ihrem Spektakel und da sind einige gute Bretter dabei. Die Karpfen welche bereits fertig sind, sind dem alljährigen Fressrausch verfallen und füllen ihre Reserven wieder auf. Es scheint daher alles bestens zu laufen. Ich habe mich gut vorbereitet für diesen zwar kurzen aber dennoch intensiven Trip auf einem heimischen Gewässer. Der See ist ca. 9,8 Hektar groß, hat keine besonderen Bodenstrukturen und die Wassertiefe beträgt ca. 3m. Nun sitze ich hier am Wasser und mir kommt immer der Gedanke: „Worum geht es eigentlich bei unserer Leidenschaft?“. Ist es der Adrenalinkick, wenn der Biss kommt und so alles um sich herum vergisst oder ist es der Augenblick, wenn man völlig alleine mit der Natur eins wird, oder ist es doch die Jagd auf den erwünschten Big Fish um ihn auf die Matte zu bringen. Ich kann es nicht wirklich beantworten. Ich denke aber es ist eine Mischung aus allem was uns so verrückt nach diesem wunderschönen Hobby macht. Die oftmals lange Vorbereitung zu einer Session habe ich mir schon lange abgewöhnt, denn zu oft war es schon so dass ich dann vor Ort war und die Bedingungen komplett anders waren als zuvor gedacht. Nun muss man sich sowieso umstellen um sich auf die vorhandene Situation einzustellen. Doch es gibt auch noch genug andere Aspekte welche unser Hobby so umfangreich machen. Ich habe durch das Angeln, egal ob durch das Jahrelange Welsangeln oder jetzt wieder durch das Karpfenangeln viele neue Bekanntschaften gemacht und auch neue Freunde dadurch gewonnen. Ob es ein toller Grillabend, eine Partynacht oder eine gemeinsame Session war, es war einfach eine Zeit die man nicht mehr vergessen wird. Viele sind ja mindestens zu zweit am Wasser. Ich hingegen bin zu 90% alleine unterwegs. Mein treuer Begleiter ist hier mein Hund der immer mit voller Leidenschaft bei der Sache dabei ist. Beim Drill wartet er gespannt auf den Fisch, oder beim Bootfahren geniest er den kühlen Fahrtwind und nachts ist er dann mit auf der Liege im kuscheligen Schlafsack. Das Angeln alleine bringt oft Herausforderungen mit sich was natürlich zu zweit absolut kein Problem wäre. Es hat alles seine Vor-und Nachteile. Hat man einen Angelpartner mit dabei ist alles einfacher, doch können die Nächte dadurch auch zur Qual werden. Viele von Euch kennen das Problem sicher. Wem der quakende Frosch nicht stört, dem stört dann das Schnarchen seines Kollegen und wenn dann beides zusammen kommt dann schlafe selbst ich nicht mehr. Am nächsten Tag lacht man darüber, wenn man darüber redet und noch mehr, wenn der Kollege dann als Antwort gibt: „Ja ich schnarche doch nicht, und wenn, dann bin ich sofort munter“. Was noch ein sehr wichtiger Punkt ist und das kennen auch die meisten von Euch ist der Fischneid. Alles klappt bestens bis einer mehr fängt als der andere. Doch dann wird es plötzlich still und es kommt eine seltsame Stimmung in den Tagesablauf. Das führt oft bis zu dem Punkt hin, dass man sich zerstreitet und jeder wieder seine eigenen Wege geht. Es stört mich nicht, wenn ich mal bei einer Session blanke, oder ein Gewitter über das Land fegt, doch für Fischneider habe ich kein Verständnis.

Nun aber zum wesentlichen Teil meines Berichts. Am Wasser angekommen beobachte ich das Gewässer etwas um vielleicht den einen oder anderen Fisch zu. Danach schlage ich mein Lager auf und suche mir die Spots. Dieses Mal war für mich klar, dass ich in Ufernähe ganz nah am Schilf einen meiner Köder, in diesem Fall von Aquatic-Baits Mussel&Shrimp in 20mm ablegen werde. Jetzt wo die Laichzeit noch nicht ganz vorbei ist habe ich mich entschlossen nur Boilies ohne Method Mix zu füttern was sich bereits nach der ersten Stunde als positiver Erfolg herausgestellt hat. Der erster Schuppi meiner Session ist verhaftet. Es war ein wunderschöner Schuppi der einen Kopf mit einem Grünstich hatte was perfekt zu seinem schlanken langen Körperbau passte. Schnell ein Erinnerungsfoto gemacht und zurückgesetzt, da lief schon die zweite Rute ab welche ich in Teichmitte direkt im tiefen Schlamm abgelegt hatte. Dieser Spiegler konnte meinem SweetGoldHNV in 20mm nicht wiederstehen und auch diesen konnte ich perfekt gehakt in meinem Kescher bringen. Wahnsinn, in so kurzem Abstand zwei so tolle Fische überlistet zu können. Schnell brachte ich meine Ruten wieder auf bewaffneten Kurs und legte sie wie gehabt ab. Bevor es dunkel wurde schoss ich mit dem EasyStick noch zu jeder Rute ca 1kg Boilie nach. Die nächsten Stunden verliefen ruhig bis mich am frühen Morgen ein weiterer Run von der nahe am Schilf abgelegten Rute weckte. Nach einem starkem Drill konnte ich wieder einen Beauty auf die Matte legen. Dieser saugte sich wieder einen Mussel&Shrimp in 20mm ein und hakte mit dem 4er Kurvshank von Fox perfekt in der Unterlippe. Nach einer Fotominute ging es wieder zurück in sein Element und nun ging es Schlag auf Schlag. Weitere 2 Runs kamen nacheinander und brachten mir einen schönen Wildkarpfen und einen dicken Halbzeiler. Dieser Fisch setzte sich im Freiwasser in einer abgerissenen Montage fest und ich musste raus mit dem Boot um den Fisch zu befreien. Dieser Karpfen brachte mir einen top Drill und meine Rute bestückt mit einem BlackTuna Sinker in 15mm und einem 10mm Pop Up leisteten wie erwartet perfekte Arbeit. Was für eine Session sagte ich zu mir selbst. Einfach geil wie die Fische gerade in Fresslaune sind. Das hohe Durchschnittsgewicht brachte mir Freude und ich wusste, dass ich meinen Ködern absolut vertrauen kann auch wenn kein Method-Mix wie sonst immer im Einsatz war. Bevor ich die Ruten wieder scharf machte gönnte ich mir mal einen Kaffee und Kuchen und lies die vergangenen Stunden Revue passieren. Wie schon Anfangs erwähnt läuft es seit Anfang des Jahres bestens für mich und wie es aussieht geht es auch dieses Mal so weiter. Solche Sternstunden muss man einfach genießen und so legte ich wieder alle meine Köder auf den Spots ab und schoss wieder zu jeder Rute ca. 1 Kg Boilies dazu. Kurz nach dem Füttern zeigten sich auch schon wieder die ersten Karpfen am Spot. Bis am Abend blieb es still, kein Bissanzeiger gab einen Ton von sich. Es ist bereits Abends, ich schlief ein und nachts weckte mich der starke Regen welcher gegen meinen Brolly knallte. Es kühlte nicht ab, wir hatten laut Wetterbericht 21 Grad. Es war schwül und dunstig. Ich dachte mir gerade, hoffentlich jetzt kein Run, noch nicht einmal ausgedacht gab es einen voll Run auf meinem Spot in der Teichmitte. Schnell Regenschutz drüber und dann ab zur Rute. Aufgenommen und sicher gelandet. War echt komisch das dieser Fisch kaum Einsatz zeigte, trotz dessen er ein gutes Gewicht mit sich brachte. Kurz gewogen und schon war ich mehr als Happy was die Waage da anzeigte. Danke mein lieber für diesen Moment. Nun aber zurück mit ihm und die Rute neu beködert und wieder ausgeworfen. Dann in meinen T5 Bus um mir frische Kleidung anzuziehen. Nach kurzem nachlesen des Wetterberichts und leider war es auch schon wieder der letzte Morgen entschloss ich mich am Nachmittag als alles trocken war abzubauen und meine Session als positiv abzulegen. Es hat sich wieder einmal mehr gezeigt das man zu dieser Zeit nicht genug Futter am Platz haben kann. Ich als Teamangler von Aquatic-Baits kann nur jedem empfehlen:“ Überzeugt Euch selbst von unseren Produkten und der Qualität“. Ja ich weiß das ihr Euch jetzt denkt:“ Ja die wollen auch nur die Boilies verkaufen“ Da gebe ich Euch auch zu 100% Recht, aber ihr werdet damit Erfolg haben und ich bin mir sicher, dass ihr auf meine Worte zurückdenken werdet und es nicht bereuen werdet. Wir mischen Qualität mit Jahrelanger Erfahrung und die geben wir gerne weiter. Unser Motto: Dein Erfolg ist unser Ziel“. Ich plane bereits meinen nächsten Trip der nach Kroatien geht und wie immer werde ich davon berichten sobald ich zurück bin. Solltet ihr Fragen haben könnt ihr mich über Facebook kontaktieren. Gerne beantworte ich eure Fragen wenn auch nicht immer gleich. Allen die gerade am Wasser sind, wünsche ich ein kräftiges Petri Heil.

Bis dann.

Moser Günter