Heiße Tage in der Südsteiermark

Als ich am See ankam und meinen Platz sah, konnte ich es kaum glauben. Die 2 ha Wasserfläche die ich gewählt hatte war zu 90 % mit Gras zugewachsen, nicht tiefer als 1.20 m und die Wassertemperatur betrug 30 Grad. Egal, ich setzte mich in mein Boot und begann intensiv meine Plätze zu suchen.
Als ich meine Spots gefunden hatte, richtete ich mir meine Montage  her und beköderte sie mit 20mm Boilies. Natürlich eine mit der Squid Red HNV und die zweite mit der Black Tuna. Beim Füttern entschied ich mich nicht mehr als eine Hand voll Kugeln zum meinem Hakenköder dazuzuwerfen. Von nun an hieß es warten. Doch es tat sich die ersten zwei Tage gar nichts, also überdachte ich nochmals meine Strategie. Ich musste etwas ändern wenn ich nicht „Schneider“ nach Hause gehen will. So entschloss ich mich für Futterballen mit Pellets  verfeinert mit Bloodworm  Liquide und als Hakenköder einen 12mm White Garlic Match Ball. Das ganze legte ich neben einem Seerosenfeld in einem Meter Tiefe ab. Jetzt hieß es warten was die letzte Nacht noch bringt. Nach einigen Stunden Wartezeit, so gegen Mitternacht plötzlich ein Full-Run. Ich nahm die Rute auf und dachte mir Gott sei Dank ein Carp, sofort  begab ich mich ins Boot und fuhr dem Fisch entgegen. Durch das viele Gras war es nicht einfach zu drillen. Doch nach einiger Zeit konnte ich den Fisch keschern und ihn wohlauf an Land bringen. Es war ein kleiner Fully aber wunderschön. Durch meine Entscheidung die Köder auszutauschen, konnte ich den „Schneider“ noch einmal abwehren.