Früher als gedacht, später als erhofft.

Erste Ende März hab ich es heuer das erste mal ans Wasser geschafft. Die Neugestaltung meines Platzes hat etwas länger gedauert als ich erwartet hatte. Ein wunderschöner Samstag sollte es werden. An die 20 Grad und Sonne. Was macht der passionierte Angler an so einen Tag? Richtig er baut eine neue Stiege um Fische sicher und bequem landen zu können. Ab 16.00 Uhr stellte ich jedoch die Arbeiten ein, da mir meine Frau die Nacht frei gab. Also wird doch schon geangelt. Wathose lag sowieso im Auto und mein Favorit die Sweet Gold HNV hatte ich mir ja auch schon ans Wasser gebracht. Ich suchte nach einem geigneten Spod, wurde fündig und brachte mein Futter aus. Da es ja ein überraschender Ansitz wurde betrieb ich hier kein großes Hexenwerk. Ca 1,5kg Sweet Gold Hnv gemischt mit ein paar Händen vom selbstgekochten Partikelmix (vom Vorjahr) auf gut 10 Quadratmeter verteilt und die  2 Ruten oben drauf. Eine normale Haarmontage mit Inlineblei und einer Murmel und die 2. Rute bestückte ich 1 Boilie und ½ pinker Popup. Kollegen am Wasser berichteten von ganz guten Fängen die letzten Tage, da dachte ich mir da wird ja wohl auch was gehen. Die letzten Sonnenstunden genoß ich in meinem Sessel mit einem Erfrischungsgetränk und freute mich auf die Dämmerung. OH NOOO. Jeder kennt das, alles scheint perfekt. Man ist mehr oder weniger rechtzeitig mit allem fertig und wartet nur noch auf die erste Aktion, und dann passiert etwas unvorhergesehenes. Manchmal ein Wetterumschwung, das nächste mal ein Badegast und und und. Meine Katastrophe war diesmal ein anderer Angler der seinen Steg reparieren wollte. Keine 30 Meter entfernt. Nicht schlimm denkt ihr euch. Ja, eigentlich kein großes Ding. Aber eine Motorramme und 3 Meter lange Eisensteher schon. Egal dacht ich mir. Du bist das erste mal am Wasser heuer. Fängst halt nichts. Es geht um die Zeit und nicht um die Fische. Ja man versucht es sich einzureden hilft nur nix. Man verabschiedet sich um ca. 20.00 Uhr nach einem guten Essen ins Land der Träume und hofft.

22.00 Uhr Dauerton vom ATT. Passt. Die Rute aufgenommen, Fisch hängt ich komm drauf Wathose immer noch im Auto. Egal 10 Grad Wasser ist ja nicht so schlimm. Der Fisch im Kescher, und mir so richtig kalt. Ein kleiner Schuppi um die 7kg. Für ein Foto wars mir zu kalt, also durfte er ohne mein Cradle kennenzurlernen wieder schwimmen. 1.00 Uhr wieder meldet sich der Bissanzeiger. Und die Wathose immer noch im Auto. So einiges hab ich mich selbst im Kopf genannt. Also gleiches Spiel wie kurz zuvor. Wieder ein Kleiner, diesmal aber ein Spiegler. Also gleich wieder im Wasser abgehakt. Kein Foto. Schnell zurück in den Schlafsack. Morgens um ca 7.30 Uhr bin ich ohne weitere Aktionen aufgewacht. War nicht schlecht, dachte ich mir. 2 Fische obwohl gestern noch der Nachbar für ein schweres Unterwasserbeben gesorgt hat. Gut, pack ein und mach dich auf zur Familie. Biss, und was für einer. Die Greys hätte es fast vom Pod gerissen und der Freilauf von meiner Shimano spielte sein Lied. Ein guter Drill am Morgen vertreibt…… eh schon wissen. Wathose war wieder im Auto aber bei dem Fisch war mir das egal. Knappe 17 kg. Perfekt. Die Saison ist hiermit für mich mehr als Erfolgreich gestartet.