Die 36 Stunden Erlösung

Am Freitag begab ich mich wieder einmal an mein Hausgewässer die Erlenteiche für eine Übernachtung.
Die Erlenteiche sind ein kleines Karpfengewässer in Graz, Steiermark.
Es beherbergt sehr schöne Karpfen und Amur bis 20 Kg.
Die meisten denken sich an einem kleinen Gewässer fängt man sowieso einfach.
Die Erlenteiche beweisen mir und den Anglern die dort Angeln jedes Mal das Gegenteil.
Auch an diesem besagten Freitag zeigte mir das Gewässer wieder seine harte Seite.
Die Ruten waren penibel genau auf den Schotterkanten und in Zuckerermückenlarven reichen Gebieten abgelegt, welche ich mir schon bei vorigen besuchen in meinen Karten auf Fishntips markierte.
An den Schotterkanten fiel die Wahl auf ein Blowback Rig, im Schlamm auf ein D Rig an dem ich den Squid Red HNV Boilie von Aquatic Baits mit einem Kork vom Grund abhob.
Am Tag passierte nichts und so vertröstete ich mich selbst auf die Nacht,jedoch blieb die auch still und ohne Fangerfolg.
Leicht enttäuscht beschloss ich jedoch noch bis am Abend zu bleiben und tief in die Trickkiste zu greifen, Hemp Pellets und Aminol der Firma Aquatic Baits sollten es richten und siehe da die paar extra Stunden in Verbindung mit Top Futter zahlten sich wieder voll aus.
Um 18.45 schrie einer der Delkim auf, Vollrun.
Nach 10-minütigem aufregenden Drill konnte ich einen wunderschönen Karpfen zum Landgang überreden und brachte die ersehnte Erlösung nicht Schneider nach Hause zu gehen.
Wieder einmal wurde mir bewiesen, dass auch kleine Gewässer ihre Tücken haben und einen fordern können.
Nur ist es nicht genau das was das Karpfenangeln so spannend macht, die Ungewissheit ob man mit einem Fang nach Hause geht und der jedes Mal sich wiederholende Kampf gegen den sogenannten Schneider?