Altherrenfischen

Juhuuuuuuu ……. 

Was jetzt los ist? PB? Nein, aber es hat mit den Rüsslern zu tun. Ich hatte die Ehre, dieses Wochenende meinen HFB Buddy Fred Combüs (Carps, Nature & Friends) 🙂 mal persönlich kennen zu lernen. Wir trafen uns am Freitag auf einer Schotterlacke in Niederösterreich um dieses Wochenende gemeinsam zu fischen. Angekommen am Wasser, stellte ich mit Freude fest das mein favorisierter Platz frei war. Ok, Tackle runtergeschleppt – warum zum Teufel nehme ich immer so viel mit, als wäre ich 4 Monate am Wasser???????? Dann warf ich einen Blick auf, bzw. in das Wasser und stellte mit Erschrecken fest, dass es noch glasklar war. Oder schon wieder, so klar hatte ich die Schotterlacke noch nie gesehen. 2 bis 2,5 Meter Sicht ins Wasser ist schon krass. Gut, ist so. Wir richteten den Platz im Schneckentempo (logisch, oder?) ein, schlenzten lässig im Altherren Style die 4 Rigs auf den Spot. Je einmal Snail und einmal Kugel. Immerhin waren auf einmal 100 Jahre geballte, gewichtige, grandiose und äußerst geile (also, das andere geil jetzt) Karpfenangler Power am Platz. Da sollte alleine diese Anwesenheit und Aura schon genügen um den Karpfen das Fürchten zu lehren. Tja Volltreffer, anscheinend machte diese Aura einen perfekten Job und die Karpfen waren wo auch immer, nur nicht da wo wir sie haben wollten. Und auf einmal, so aus dem Nichts machte mein Bissanzeiger: piep, piepiep, diddlpie usw. Nur nicht den Run Brüller. Ok Brassen sind da ja nicht vorhanden. Hmmm, nein bitte nicht, es wird doch kein Sterlet sein. Und siehe da, kurz vor dem Ufer wuchtete sich so ein brachiales, Millionen Jahre altes Ungetüm aus den Fluten. Tatsächlich, ich war entstört, oder gestört? Auf alle Fälle lassen wir das jetzt. Der erste Fisch war unser, abklatschen, Foto?, ja Foto muss sein. Check. Release 🙂 Danach kam wer auf die grandiose Idee, den Griller anzuschmeißen um darauf Schweine zu brutzeln. Ok, ich suchte Holz, Stein und Bogen um eine Feuerstelle einzurichten. Fred meinte aber, ich solle den Gasgrill nehmen. Na gut, dann lassen wir das 100 Jahre alte brunftige Gehabe und machen eben den Gasgrill an. Die Chancen da was in den Magen zu bekommen, waren sicher größer. 🙂 Die Schweine wurden nach kurzer Gegenwehr, nein Spaß ich machte die Packung fertig marinierter Koteletts auf und legte die Teile behutsam in die Pfanne. Fred meinte noch, warte nur beim Essen wirds dann scheppern. Tja, wie recht er doch hatte. Gut bringt auch schon gewaltig Erfahrung mit, obwohl er der jüngere von uns Beiden ist. Es schepperte. Fred legte mit einem brauchbaren Rüssler vor, ich legte mit einen Satzer nach.

Die Stunden gingen ins Land, wir tratschten, hatten Spaß und wir Jungspunde wurden müder und müder. Bettchen ruft, hineinfallen und mützen. Tja und irgendwann meldete sich meine Hupe mit einem bekannten piep, piepiep, diddlpie usw. Bitte nicht um diese Zeit dachte ich mir, doch erbarmungs- und gnadenlos ließ sich ein Sterlet zur Landung überreden, gleich im Kescher abgehakt und retour. Wenig später der nächster Satzer. Gehören die zusammen? So gegen 5:30 dampfte Freds Uferrute ab und wir konnten wieder einen makellosen Schuppmann bewundern. Alles in allem ging es ziemlich Mau hier herüben, wobei wir auf der anderen Uferseite doch immer wieder Aktionen drillender Kollegen bewundern durften. Die Plätze, die links und rechts neben uns besetzt waren, blieben Fischlos. Jo der Tag zog ins Land und ich konnte, nachdem ich in der Nacht Action hatte am Tag nicht schlafen. Eigentlich fies. Drüben ab und zu ein Fisch, herüben chillen und nicht drillen. In der Zwischenzeit bekamen wir Besuch von Siegi (fishsiegi on spot), erfuhren interessantes und hatten Spaß. Am Abend konnte Meister Fred den nächsten makellosen Schuppmann verhaften. Die letzte Nacht stand an und ich hoffte mal eine Nacht durchschlafen zu können. Ich fing damit sicherheitshalber schon früher an. Und siehe da, fast. Nachdem ich das Rig nach einem Fischverlust am Abend (war ein besserer) vertrauensvoll nochmals auslegte (konnte beim besten Willen keinen Fehler finden) brüllte mein Bissanzeiger gegen 5 Uhr morgens um Hilfe. Ja da war es wieder, das Gefühl auf das ich so lange warten musste. Ein guter Karpfen. Und ja, ich konnte ihn landen. Wir waren beide happy und ich merkte auch bei Fred, dass er spürte wie sehr ich diesen Fisch wollte. Fred lebt sein Carp, Nature & Friends. Er spricht nicht nur davon. Selten so einen authentischen Menschen kennen gelernt. Wir hatten insgesamt 8 Karpfen und zwei Sterlets. Was jetzt auf unserer Seite die einzigen Fische bleiben sollten. Wir verwenden Boilies von Watercraft, Aquatic Baits und natürlich unsere Snails von Helix Fishbaits. Alle Köder zogen ihre Fische. Es war ein richtig geiles, chilliges Altherrenfischen 🙂 

Jederzeit wieder …… 

Wünsche allen Petri und passts auf die Fische auf,

Grüße Fred und Heinz