Wie alle Jahre planten mein Kollege und ich eine Wintersession. Wir beschlossen die Reise nach Italien anzutreten und zwar an den See Aqvatika Lake welcher zwischen Mailand & Genua liegt. Wir trafen uns freitags gegen 23 Uhr und nachdem das Auto beladen war machten wir uns auf die Reise. Doch die Reise wurde noch spannend und im Nachhinein erführen wir, dass wir sogar viel Glück hatten überhaupt unser Ziel zu erreichen.  In Tirol regnete es bereits und am Brenner begann es zu schneien, kurze Zeit danach wurde der Brenner gesperrt und laut Radioberichten hörten wir von über 80 Kilometern Stau. Gut das wir früh genug losgefahren waren. Am See gut angekommen staunten wir erstmal. Alles war mit Schnee bedeckt, dies ist nicht so oft der Fall in Mailand. Wir machten uns auf den Weg an unseren Platz und bauten unser Camp auf, dies ging so weit reibungslos von der Bühne.

Danach begaben wir uns ans Wasser um die Temperatur zu messen, welche 6,2 Grad betrug. Wir begannen mit dem Ruten auslegen, dies wurde nach der 3ten Rute leider von einem Schweren Regenfall unterbrochen, es regnete wie aus Kübeln. Mit den anderen Ruten wollten wir abwarten bis der Regenfall wieder schwächer wurde, leider trat dies auch nach 2 Stunden nicht ein. Darauf schlüpften wir in unsere Regengewänder und brachten die letzten Ruten aus. Die erste Nacht verlief leider ohne Fisch. Positiv war aber, dass am nächsten Morgen uns die Sonne begrüßte und so begannen wir erneut mit einer genauen Spot suche. Wir entschieden uns dazu unsere Montagen in einer Tiefe zwischen 1,8 und 9 Metern Tiefe abzulegen.

Am Späten Nachmittag konnten wir auch schon einen wunderschönen Karpfen landen, der in einer Tiefe von 1,8 Meter biss. Wir machten schöne Bilder im Schnee und setzten den Fisch schonend zurück in sein Element. Voller Motivation ging es in die Nacht. Wir hofften auch in der Nacht etwas fangen zu können doch leider blieb uns dies verwehrt und es wurde wiederum um einiges kälter. Am Morgen machten wir uns sofort wieder auf die Ruten einzuholen, neu zu beködern und erneut an unsere Spots auszubringen. Am späteren Nachmittag konnten wir erneut einen Karpfen landen, welcher auf einen Popup biss in einer Tiefe von 4,8 Metern. Unsere Freude war groß, denn die Mühen wurden belohnt. Wir konnten danach noch ein paar Karpfen überlisten. Zu guter Letzt wurden wir noch mit einem Koi belohnt.

Nach diesen Erfolgen wurde es still und das Thermometer kletterte auf -8 Grad hinab, der Rest des Trips blieb somit leider ohne Fischkontakt. Abschließend konnten wir jedoch 5 Fische verbuchen und mit diesem Erfolg waren wir durchaus zufrieden.

Kurz zu unserem Futter und Taktik: 

Aquatic Baits INS:STINKT,  Squid Red HNV, Sweet Gold HNV, Popups, Matchfutter und Stickmix kamen zum Einsatz. Wir hielten uns mit dem Füttern sehr zurück und arbeiteten mit Partikeln, gecrushten Boilies welche wir in einem PVA – Sack anboten um exakt auf den Spot zu sein. Dazu fütterten wir kleine Futterballen aus Stickmix und Matchfutter.